Häufig gestellte Fragen zur Magie |
1. Was ist Magie?Magie ist eine Kunst (Intuition) und Wissenschaft (Ratio), mit Hilfe veränderter Bewusstseinszustände, im Einklang mit dem Willen, Veränderungen auf der physischen (körperlichen), astralen (seelischen) und mentalen (geistigen) Ebene herbeizuführen, immer durchgeführt mit der Zielsetzung von Erkenntnis und Wissenserlangung (Gnosis, im Unterschied zum reinen, »unterwürfigen« Glauben der Religionen). Dies geschieht in der Regel durch eine Kontaktaufnahme mit feinstofflichen Wesenheiten im Rahmen geeigneter, ritueller Paradigmen unter Berücksichtigung von Entsprechungen und Sympathien (Korrespondenzen). Magie ist folglich eine Geisteswissenschaft, da sie primär durch den Geist des Magiers (und die Folge der Invokation) oder aber den Geist eines anderen Wesens (die Folge der Evokation) wirkt. 2. Warum funktioniert Magie?Die dabei Ausschlag gebende, »triggernde« Kraft wirkt durch das Unterbewusstsein des magisch Operierenden: Wird sie auf ein bestimmtes Ziel gelenkt, wird sie auf direktem Wege dafür sorgen, selbiges zu erreichen. Ein Beispiel: Wenn Ihnen etwas liegt, dann mögen Sie es auch – und umgekehrt. In diesem Fall sind Sie sehr wahrscheinlich auch gut darin. Wenn Sie indes etwas tun, was Ihnen widerstrebt, so unterlaufen Ihnen Fehler, sind unkonzentriert und lassen sich leicht ablenken - kurzum: es passieren Dinge, die verhindern, dass Sie erfolgreich sind. Leider ist aber das Unterbewusstsein nicht unfehlbar, denn nicht nur die gesamte Lebensenergie ist hier »zu Haus«, sondern auch alle »schlummernden« Blockaden, Neurosen, Phobien, Psychosen etc. Letztere sind die eigentlichen, »wahren Teufel« und »fratzenhaften Dämonen«, die es – vor allem in der Magie - zu wecken und ggf. auszutreiben gilt – kein leichtes Unterfangen, das auch eine Portion Mut und viel »Erdung« (d.i. Meisterung der Alltagsrealitäten) erfordert. 3. Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die notwendig sind, um sich sinnvoll mit Magie beschäftigen zu können?Ja, die gibt es. Von elementarer Bedeutung sind zunächst zwei: Zum einen die Bereitschaft, durch Erziehung und/oder Autoritäten übernommene Paradigmen (Denkmuster, die das Weltbild, die Sicht von Welt einer bestimmten Zeit präg(t)en) und Konventionen (soziales Verhalten, das der Gesellschaft/Masse als Verhaltensnorm gilt) zu überprüfen, in Frage zu stellen, ggf. zu modifizieren oder gar über Bord zu werfen, ungeachtet der damit verbundenen, vermeintlichen Probleme und der dabei zwangsläufig entstehenden »Reibungspunkte« in vorzugsweise gesellschaftlicher Hinsicht (Stichwort: Religionen). - Zum anderen der feste Wille, auch dann durchzuhalten (geistig, seelisch und körperlich), wenn der »Karren im Schlamm festzustecken« scheint - was oft der Fall sein wird, denn auch auf magischen Pfaden regnet es schon auch mal ein paar Tage ohne Unterlass, fallen einem die Dinge nicht in den Schoß – im Gegenteil: Der Mut und die Fähigkeit, Realitäten zu relativieren, um sie ggf. auf eine sog. »Meta-Ebenen« zu transformieren (um wiederum in Folge erstmals einen beobachtbaren Standpunkt zu generieren), wird keinesfalls dadurch erreicht, indem man bei der kleinsten Hürde, dem kleinsten sich einstellenden »Schmerz« aufgibt. 4. Welche Fähigkeiten werden mir als »Schüler der Magie« zunächst beigebracht?Geistig: Aufmerksamkeit! - Seelisch: Gelassenheit! - Körperlich: Entspanntheit! 5. Darf ich denn über meine okkulten Interessen und Beschäftigungen sprechen?Magie hat nichts gemein mit »verbotenen, blasphemischen Praktiken, wider eines monotheistischen Gottes«, mit geheimen Verschwörungen oder -theorien, Psychosekten, oder sogenanntem Satanismus, der angeblich dem christlich tradierten Teufel fröhnt, wenngleich uns das sog. »Sektenbeauftragte« institutionalisierter Religionen oder aber die marktschreierischen Ergüsse der journalistischen Regenbogenpresse immer wieder glauben machen wollen. Dennoch: Verschwiegenheit ist in der Magie – wenngleich aus einem gänzlich anderen Grund - einer von vier wichtigen Maximen: Wissen = Klugheit/Intellekt - Wagen = Mut (zur Veränderung, wider dem Dogma) – »Wollen« = Wille = Stärke - Schweigen = Druckerzeugung = Kompressor. D.h. Sie sollten zumindest über Ihre eigenen Rituale Stillschweigen bewahren, um zu vermeiden, dass »Ihre Magie« zerredet wird, bzw. gedankliche Irritationen durch Dritte hervorruft, was einer ursprünglichen Zielsetzung in der Magie massiv zuwider laufen kann (Gedanken = Energie). 6. Kann denn jeder Magie wirken?Ja, doch dazu müssen wir zunächst ein wenig ausholen: Da der Mensch von seiner Grundlage her ein geistiges Wesen ist, einem »universalen Geist« entspringt, kann im Prinzip auch jeder Mensch Magie wirken, wobei es natürlich Unterschiede in der Professionalität, der Effizienz gibt. Unbewusst tun dies übrigens bereits alle Menschen, namentlich durch ihre Art des Denkens. Magie hat sehr viel mit Denken und mit Gedanken zu tun. So besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen unserem Denken und der Art, wie wir »Wirklichkeiten« erfahren, verarbeiten, erschaffen. Diese erschaffenen Realitäten wiederum treten in eine Interaktion mit unserer gedanklichen Vorstellung »des Machbaren« (Konstruktion von Erfahrungswirklichkeiten). Hierzu einige gravierende Beispiele aus der Astronomie: »Die Erde ist eine Scheibe«, »Der Mensch kann selbst nicht fliegen«, »Die Erde befindet sich im Mittelpunkt des Planetensystems«, »Der Mond geht auf, die Sonne geht unter« und dgl. mehr. (Axiom der "Magie der Paradigmen": »Wahrheit ist immer relativ. Deshalb gibt es sie immer auch so oft, wie denkende Wesen sie zu erschaffen, zu erhalten und zu zerstören imstande sind«. - vgl. auch Systemtheorie, Erkenntnistheorie.) 7. Ich bin schon mehrfach auf den Begriff »Magick« gestoßen. Was ist darunter zu verstehen? Ist das vielleicht ein Schreibfehler?Nein, das ist kein Schreibfehler und durchaus so beabsichtigt, wenngleich wir dieses Wort nicht verwenden, da wir keine »Thelemiten« (Begriff bitte googlen, falls unbekannt) sind, das bevorzugt von selbigen verwendet wird. Das Wort Magick wurde von dem angelsächsischen Magier Aleister Crowley eingeführt und etabliert. Es handelt sich dabei um eine Verballhornung des ursprünglichen Wortes magic, was nichts anderes als Magie bedeutet, sich aber durch die besondere Schreibweise von der Bühnenzauberei und von »Pseudomagier/innen« unterscheiden soll. Insofern besteht oberflächlich betrachtet auch nur ein marginaler Unterschied zwischen den Begriffen Magie und Magick. Dennoch hat sich in der Definition dieser Begriffe im magischen Sprachgebrauch ein klarer Unterschied herauskristallisiert, weil unter Magic oder Magie heutzutage besagte Zauberkunststückchen eingeordnet werden können. Das aber hat mit der hier vorgestellten Magie – also der magick - nichts zu tun. Magick soll deshalb einen individuellen Weg kennzeichnen, die Realität mittels Magie zu beeinflussen bzw. zu verändern, Informationen zu erhalten und Kräfte zu rufen und/oder zu bannen! Die deutsche Rechtschreibung lässt eine solche Identifizierung indes nicht zu. Auch Zauberkünstler bezeichnen sich oft als Magier und nicht als das, was sie im Grunde wirklich sind: Illusionisten. 8. Ich will Magie erlernen; muss ich mir nun einen pers. Lehrer suchen oder ist es besser, Mitglied in einer Vereinigung zu werden, die Magie lehrt oder soll ich mich selbst und alleine damit beschäftigen?Wie jeder Weg, beginnt auch der magische Pfad mit dem ersten Schritt. So fängt man natürlich erst einmal mit der Theorie an, um das Pferd richtig herum aufzuzäumen. Die theoretischen Grundlagen sind sozusagen der Einstieg in das magische Gedankengebäude. Das können – und sollten Sie auch – alleine tun. Suchen Sie sich also eine esoterische Buchhandlung in Ihrer Nähe und begutachten Sie zunächst einmal das dortige Angebot. Bestimmt wird es einige Bücher geben, die Ihnen besonders ins Auge fallen. Das ist kein Zufall, und wenn Sie es sich leisten können, sollten Sie versuchen, diese Bücher auch zu erwerben. Es ist ein okkultes Gesetz, dass, wenn man sich mit einem Thema gedanklich besonders intensiv beschäftigt, einem Dinge zufallen (Zufall, zufallen), die dieses Thema unmittelbar berühren. Das gilt in diesem Fall sowohl für die entsprechende Literatur als auch ganz besonders für einen Lehrer oder eine Vereinigung. Viele Interessierte lernen diese Wissenschaft heutzutage autodidaktisch. Andere haben das Bedürfnis nach einem Lehrer, fühlen sich dort besser aufgehoben, sprich beschützt. Lassen Sie sich dabei unbedingt von Ihrem Gefühl leiten! Wenn es richtig für Sie ist, einen Lehrer zu haben, wird Ihnen ein solcher auf Ihrem Weg auch begegnen. Ähnlich verhält es sich mit okkulten Organisationen, von denen es eine ganze Reihe gibt. Für viele – sprich: eigentlich die meisten – ist dieser Weg aber bereits nach wenigen Monaten der theoretischen und praktischen Beschäftigung auch schon wieder zu Ende, denn – wie bereits oben erwähnt – ist es kein leichter Weg, und nicht umsonst gilt die Regel: »Viele sind berufen, doch nicht alle sind erwählt!«. Und selbst wenn Sie Jahre durchhalten sollten: am sog. »Hüter der Schwelle« angelangt trennt sich die Spreu vom Weizen endgültig.9. Was ist der »Hüter der Schwelle«?Bei diesem Begriff handelt es sich um ein sog. archetypisches Prinzip, mit dem jeder, der sich ernsthaft mit Magie beschäftigt, über kurz oder lang konfrontiert wird (und das nicht nur einmal). Astrologisch ist diesem Prinzip der Planet Saturn zugeordnet, was dem astrologisch Bewanderten bereits einiges sagen dürfte. Saturn steht für das Schicksal, das Karma, das Verhängnis, für Krankheit, Siechtum und Tod - aber auch für die Erkenntnis, die mit der Überwindung dieser Dinge zusammenhängt! Saturn ist das Prinzip, das dem Menschen Grenzen setzt! Dies jedoch nicht, um daran zu scheitern, sondern um selbige zu überwinden! Wer dennoch daran scheitert, der ist noch nicht reif für die weiteren Schritte, die Welt dahinter. Und genau das repräsentiert besagter Hüter. Er konfrontiert Sie - den Suchenden - mit Ihren eigenen Grenzen und Schwierigkeiten. Bevor aber die Schwelle hinter dem Schleier überschritten werden kann, muss der Suchende den entsprechenden Schlüssel für das Tor dazu finden. Dies geschieht durch eine kontinuierliche Konfrontation mit den ureigensten Ängsten und Unzulänglichkeiten während der praktischen Beschäftigung mit Magie, die sich durch die persönlichen Verdrängungen manifestieren. Das können unaufgearbeitete Konflikte sein, die plötzlich wieder auftauchen (z.B. Eltern-Kind-Konflikte), es kann sich um verdrängte Ängste wie »Angst vor der Dunkelheit« handeln, Neurosen und diverse andere Probleme. Manchmal, nicht immer, erscheint der Hüter der Schwelle auch in personifizierter Form, so z.B. im Traum. Der Hüter der Schwelle ist ein Pförtner, ein Wächter an der Pforte zu einer »reinmagischen«, nichtdualistischen Welt - wer ihn überwinden will, muss zunächst sich selbst überwinden! 10. Was sind Archetypen und warum sind sie in der Magie so wichtig?Darunter versteht man so etwas wie Urbilder und -kräfte, die in der kollektiven Psyche der Menschheit wirksam sind und sich in bestimmten geistigen Zuständen, z.B. im Traum oder in Trance, manifestieren und spezifische Inhalte vermitteln können (vgl. Morphogenetik, Morphologie). So stellen bspw. die Bilder auf den ersten 22 Hauptkarten des Tarot (die sog. »Trümpfe« oder »Arkana«) derlei archetypische Kräfte dar. Aber auch Engel und Dämonen sind in gewisser Weise Archetypen, verkörpern sie doch etwas grundsätzlich Gutes oder generell Schlechtes, selbstverständlich aber nur im Rahmen eines manifestierten, gelebten dualistischen, monotheistischen Paradigmas. Derlei Paradigmen gibt es auch – bzw. gerade in der Magie – einige, die allesamt funktional sind, sofern man deren Archetypen zu kontaktieren bzw. anzuknüpfen imstande ist. Die sog. Hohe Magie wiederum bedient sich größtenteils des Potentials dieser Kräfte. 11. Was versteht I.M.B.O.L.C. unter »Schwarzer Magie«?Angesichts dieses wichtigen und leider immer wieder fehl interpretierten Begriffes wollen wir hier etwas ausführlicher werden:
Für Kabbala-Kundige: Veranschaulichung der Schwarzen Magie am gespiegelten Etz Chajim – den Qlipoth (Kelipoth) Aber auch komplexere (Korrespondenz-)Symbole, wie z.B. der Etz Chajim – der »10-stufige« kabbalistische Lebensbaum – kann um 180° gedreht werden. Intelligente Schwarzmagier aber würden dies aus symbollogischen Gründen wahrscheinlich nicht tun, da durch nur eine »Flüchtigkeitsverschiebung« diese qliphotisch strukturierte Antithesis ihr Chaos schlagartig in eine kosmische Ordnung verwandeln würde. Dazu müsste lediglich die zehnte Sphäre (Sefirah Malkuth = das Reich) - also die materielle Erscheinung der Welt - auf ihren rechtmäßigen Platz gerückt werden, den sie vor dem »Sündenfall« einnahm, namentlich auf die von der Pseudo-Sefirah Da'ath (= Wissen) besetzte »Leerstelle«, und der Lebensbaum würde zu einer unumkehrbaren Kosmosstruktur generiert. 12. Ich stoße immer wieder auf die beiden Begriffe »Wahre Magie« bzw. »Hohe Magie«? Was genau habe ich darunter zu verstehen, oder, anders gefragt: Was versteht IMBOLC denn darunter? |
